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Nachdem Eike und ich aus einer Bierlaune heraus beschlossen haben, doch mal eben nach Sydney zur WM zu fahren, kam ich am 18.12.09 nach einem langen Flug hier unten an. Ich habe also das Boot zusammengesteckt und Manly ein wenig erkundet, während ich darauf wartete, dass mein Steuermann ankam. Hier unten traf ich af Axel und Felix, und kurz danach auch auf Eike und Georg, so dass es nicht grade langweilig war.
Am Montag machten wir uns auf, bei guten 20 Knoten Wind den Sydney Harbour zu erkunden. Das Ergebnis, in Landessprache: Shifty, Gusty und Breezy. Grade das Breezy sorgte für einige nette Spiritte. Der Hafen ist sehr zerklüftet, hat viele Landzungen und Buchten, die alle ihr eigenes Windsystem produzieren. Vorallem an den Kanten zwischen zwei Windsystemen kann man schonmal nach Luv umfallen. Dann drückt durch die Hafeneinfahrt eine ganze Menge Schwell vom Pazifik herein, sodasss man plötzlich auf 100 Metern von flachem Wasser auf 1m Welle wechselt.
Wir haben auch schon eine Sightseeingtour in Richtung Opernhaus und Hafenbrücke gemacht, natürlich in der 14. Die Brücke ist sehr beeindruckend, aber wir haben uns im letzten Moment entschieden, nicht drunter durch zu segeln, weil dort gar kein Wind mehr war.
Besonders aufpassen muss man auf die Fähren, die von vorne und von hinten gleich aussehen, man kann also nicht erkennen, ob sie auf einen zu oder von einem weg fahren und wenn man zu nah ran fährt, kostet das saftige Bußgelder.
In den Tagen vor dem Syney Hobart Race konnte man die großen Maxi Yachten im Hafen beim Training beobachten. Sehr beeindruckende Schiffe.
Heute sind wir zwischen den Heads hindurch auf den großen Ozean gefahren und haben gewaltige Wellen abgeritten. Verdammt hohe Wellen. Morgen nehmen wir den Velocitek mit raus und versuchen das noch einmal. Unser bisheriger Speedrekord liegt bei 19.2 Knoten auf relativ flachem Wasser, aber da geht noch was.
Jetzt werden wir noch ein paar Tage trainieren und freuen uns auf eine tolle WM mit ordentlich Wind und Sonne im schönen Dezember.
Gruß,
Jan Martin GER 37
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